Dj_anes: Alltimes, Trash: Yonina & Dico-Basti / Radio Gaga / No Name DJ-Team
Drum’n’Bass: Ni-Colette (Jump up)
6.März 2010 / ab 21 Uhr / Meuterei / Reichenberger Str. 58
Heute keine Reggae-Musik im Kesselhaus der Berliner Kulturbrauerei, keine Party, kein Tanzen. Brennende Joints ja sowieso nicht wegen des Rauchverbots. Stattdessen sitzt Volker Beck von den Grünen auf dem Podium, neben ihm sein Sidekick Klaus Jetz vom Lesben- und Schwulenverband (LSVD). Beck sitzt hier als Spielverderber vom Dienst. Er sagt nämlich, dass er es auch in Zukunft nicht dulden wird, dass Dancehall-Künstler aus Jamaika wie Sizzla („Erschießt Perverse, meine große Pistole macht Bumm Bumm Bumm“) an diesem Ort auftreten dürfen, wenn sie nicht darauf verzichten, mit ihren Songs zum Mord an Schwulen aufzurufen…
Den ganzen Artikel gibt es [hier].
]]>
Mit Empörung mußten wir feststellen, dass keine zwei Wochen nach dem geplatzten Konzert von Sizzla, schon wieder ein Konzert eines als homophob und sexistisch bekannten Reggaemusikers in Berlin stattfinden soll. Schauplatz diesmal ist das YAAM in Treptow, wo am kommenden Mittwoch, dem 09.12. Mr. Vegas auftreten soll.
Da in ihm nahezu alles gesagt wird, was zu sagen ist, zitieren wir hiermit einen Artikel auf Indymedia:
Nachdem das Sizzla-Konzert in Berlin bustäblich in letzter Minute verhindert wurde, soll erneut ein international bekannter Sänger in Berlin spielen, der zum Mord an Schwulen aufruft und auch jenseits der Mordaufruf Homophobie propagiert. Diesmal soll im Yaam Mr.Vegas spielen.
Am Mittwoch den 09.12.2009 soll Mr.Vegas im Berliner Yaam auftreten. Das Yaam gibt sich gerne als Teil der Berliner Alternativ-Szene. Doch wirklich überraschend ist es nicht, dass dort Mr.Vegas spielen soll. Die Songs und Videos von Mr.Vegas sind übervoll von sexistischen Darstellungen in denen Frauen auf Sexobjekte reduziert werden.
Der Sexismus trifft sich bei Mr.Vegas mit Homophobie, da er u.a. darüber singt, dass Frauen nur von Männern befriedigt weredn können.Zitat von Stop Murder Music Bern und Zürich:
„Ein Vertreter der militant-homophoben Subkultur innerhalb der jamaikanischen Dancehall-Reggae-Community soll am 31.7. im „LG-Club“ in Zürich-Oerlikon auftreten: Clifford Smith, besser bekannt unter seinem Künstlernamen „Mr Vegas“, der mit seinem Homohass-Song „Nah Promote“ – aka „Bun Chi Chi Man“ aka „No Promotion“ – (2001, First Name Records, siehe auch http://www.soundquake.com/mp3/80711.mp3) mit der Aufforderung zur Verbrennung von „Chi Chi Man“ (Schwule) das pure Gegenteil der Messages von „Iries Révoltés“ vertritt.
Weniger militant und tödlich sind andere „Mr Vegas“-Songs, die es bei postpubertär-homophoben Seitenhieben belassen. Ziemlich bizarr ist der Versuch von „Mr Vegas“ in „Cocky She Want“ (2002, Greensleeves Records), die Welt davon zu überzeugen, dass ein Heteromann (Mr Vegas?) Frauen besser befriedigen könne als eine „Sodomite“ (Lesbe)… (siehe auch http://www.youtube.com/watch?v=wMK-sPT99QU). “
Mr.Vegas werden mindestens vier explizite Battyman-Tunes (Anti-Schwulen-Songs) zugerechnet. Leider sind mimentan keine Übersetzungen der Texte auf deutsch vorhanden.
Die SOngs sind:
Nah Promote/Bun ChiChiMan (Verbrennt Schwule)
Must come a road (Songtext: http://www.soulrebels.org/dancehall/u_lyrics_must.htm)
Girls Time (http://www.soulrebels.org/dancehall/u_lyrics_girls.htm)
Cocky she wantEinen ausführlichen Text zur Kritik an homophoben Reggae gibt auf einer Homepage über den Wuppertaler U-Club: http://uclubdichtmachen.blogsport.de/aufruf/lang/
Ebenfalls mehr Infos gibt es bei der Kampagne „Stop Murder Music“ aus der Schweiz: http://www.stopmurdermusic-zh.ch/index.html
Mehr zum Thema bald!
]]>Ein Grammy für einen Hassänger?
Der aus Jamaika kommende Sänger Buju Banton ist mit seinem Album „Rasta Got Soul“ für den wichtigsten Musikpreis der Welt. dem Grammy, nominiert worden. Dass der Sänger mit dem Preis für das beste Reggae-Album ausgezeichnet werden könnte, hat zu Protesten und Entsetzen bei Menschenrechts- und Homosexuellenorganisationen geführt.
Hintergrund des Protestes: Buju Banton, mit bürgerlich Namen Mark Myrie, forderte seine Zuhörer in dem Song „Boom Bye Bye“ auf, Schwule durch Kopfschuss, Säure- oder Brandanschläge zu ermorden. Diesen bereits 1992 veröffentlichten Song hat der Reggae-Sänger wiederholt aufgeführt (auch 2006, bis heute nutzen andere „Künstler“ gerne einen Sample des Refrains „Boom bye bye ina batty boy head“. Der Sänger verdient weiterhin an jeder Nutzung des Songs.
Vom Inhalt des Liedes hat sich Banton nie distanziert. Mehrfach erklärte er, die Kritiker verstünden seine Herkunft nicht. Wegen seiner „Kultur und Erziehung“ könne er Homosexualität „nicht in tausend Jahren“ gutheißen. 2004 wurde Banton von der Polizei per Haftbefehl gesucht, weil er verdächtigt wurde, an einer Gewalttat gegen zwei schwule Männer aus Kingston beteiligt gewesen zu sein.
2007 spöpö [sic!] Banton, wie einige andere Sänger auch, den „Reggae Compassion Act“ unterschrieben haben, eine Selbstverpflichtung, dass er „das Recht von Menschen, ohne Gewalt zu leben, respektiert und aufrechterhält, egal welcher Religion, sexuellen Ausrichtung, Rasse, ethnischer Herkunft oder welchem Geschlechts sie angehören“. Von ihm und seinem Management wurde die Unterschrift wenig später dementiert. In der jamaikanischen Presse sagte Banton wenig später, dass er seinen „Krieg“ gegen Schwule nicht aufgeben werde
[Artikel auf indymedia]
[Artikel auf queer.de]
Smash Homophobia!
]]>Tags drauf in München, sahen es die Betreiber des Clubs Backstage ganz anders:
Stocker erwiderte, dies sei „alles nicht so eindeutig“. Zwar seien die Texte zum Teil „sehr aggressiv und brutal“, aber Sizzla sei ein „international anerkannter Künstler“. Er werde nun dargestellt als „ein Hetzer, der zu Mord und Totschlag aufruft“. Dies sei „komplett absurd“. In älteren Texten habe es solche Passagen womöglich gegeben, das wolle er „gar nicht beschönigen“, räumte der Hallenchef ein. Doch Sizzla habe sich geändert… Stocker sprach im Gegenzug von einer „Hetzkampagne“ der Homoszene und mahnte Fairness an. Die Vorwürfe grenzten an Rufmord. Für das Konzert am Abend wurde ein Mindestalter von 16 Jahren festgelegt.
Über direkte Proteste, abgesehen von zahlreichen Beschwerden von zivilgesellschaftlicher Seite, war in der Presse nicht zu finden.
Anders in Wuppertal, wo bereits Am 25.11. etwas 50 Menschen gegen ein Zusatzkonzert von Sizzla protestiert hatten. Hier versammelten sich am Abend etwa 100 Demonstrant_innen, um ihrn Unmut zu äußern. Bereits am Samstagmorgen hatten, wie queer.de berichtet, Unbekannte einen Buttersäureanschlag auf das U-Club verübt, jenen Club, der seit längerem dafür bekannt ist, immer wieder sämtliche homophoben Reggaemusiker_innen auftreten zu lassen, deren mensch habhaft werden kann. Trotz der Proteste fand das Konzert leider wie geplant statt.
Am Sonntagabend stand schließlich der Auftritt Sizzlas im Zapata in Stuttgart an. Zwar distanzierten sich hier die Betreiber_innen des Clubs von dem Konzert, sehen sich aber vertraglich gebunden, die externen Veranstalter_innen die Halle zu überlassen. Über weitere Proteste in der Stadt, in welcher auch Sizzlas Bookingagentur Contour ihren Sitz hat, ist bisher nichts bekannt geworden.
Zwei von sechs Konzerten verhindert. Sicher keine perfekte Ausbeute, aber eine solide Basis für zukünftige Kampagnen gegen homophobe Hassprediger_innen.
PS: Wer es gerne ganz abstrus mag, kann auf gesamtrechts punk net nachlesen, wie ganz rechts außen über die Smash Homophobia Demo in Berlin gedacht wird. Der Titel sagt aber eigentlich auch schon alles…:
gesamtrechts[punkt]wordpress[punkt]com/2009/11/26/homos-verhindern-negerkonzert-warum-hassen-sie-andersartige/#more-6283
]]>



Smash Homophobia!
]]>Ein ausführlicher Bericht folgt. Für den Moment verweisen wir auf die vielen, vielen Artikel in der Presse-Rubrik.
Smash Homophobia!
]]>Treffpunkt bleibt wie gehabt 18.30h S-Bhf. Schönhauser Allee. Wir werden aber versuchen, von dort aus möglichst schnell nach Neukölln zu kommen, um an Ort und Stelle zu sein.
Wir lassen uns doch nicht verarschen…
Kommt alle!
Smash Homophobia!
]]>Nach Tagesspiegel-Informationen gibt es Überlegungen, den Auftritt des Musikers, der unter dem Namen Sizzla bekannt ist, ausfallen zu lassen. In seinen Liedern ruft Collins zum Mord an Schwulen auf.
Die Veranstalter versuchen derzeit noch den Musiker dazu zu bringen, gemeinsam mit dem Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) eine Kampagne gegen Homophobie in Jamaika ins Leben zu rufen. „Wir führen mit dem Management und dem Lesben und Schwulenverband Gespräche“, bestätigte eine Sprecherin des Kesselhauses.
Falls es zu einer Einigung kommt, steht nach Aussage des LSVD dem Konzert nichts im Wege. „Wenn er sich zu einer Offensive gegen Homophobie durchringen kann, würden wir das natürlich begrüßen“, sagte LSVD-Sprecher Klaus Jetz. Falls nicht, werde sich der Verband weiterhin für die Absage der Veranstaltung einsetzen. Wie eine mögliche Kampagne gegen Schwulenhass zusammen mit Collins aussehen könnte, sei noch nicht genauer geplant. „Wichtig wäre eine ganz klare Verpflichtung, denn bisher hat Collins schon viel unterschrieben und die Vereinbarung anschließend gebrochen“, sagte Jetz.
Mal schauen, was da noch kommt…
]]>Wie in Berlin hatte auch in Wuppertal die Mobilisierung gegen das Konzert mit einer Kampagne aus dem politischen Spektrum links der bürgerlichen Mitte begonnen. In weltoffenen Berlin hält die hohe Politik sich bisher auffallend zurück. Von einer Stadt, die von einem offen schwulen Bürgermeister regiert wird wäre, wie auch von Berlins Regierendem Bürgermeister Wowereit selbst, eigentlich etwas anderes zu erwarten gewesen.
Zeigen wir Sizzla, dass seine Homophobie in Berlin genauso wenig willkommen ist, wie in Wuppertal. Wir sehen uns auf der Demo: 18.30h am S-Bahnhof Schönhauser Allee!
]]>